Natuheilpraxis Christian Beetz

April 1, 2019 1:44 pm

Aderlass

Ader­lässe wur­den zu früheren Zeit­en sehr häu­fig durchge­führt. Meist

wur­den sie bei Bevölkerungss­chicht­en genutzt, die wenig Bewe­gung hat­ten und gle­ichzeit­ig unter einem Wohl­standssyn­drom lit­ten.

 

Metabolis­ches Syndrom/

Wohl­standssyn­drom

  • Bewe­gungs­man­gel
  • Sauer­stoff­man­gel
  • fet­tre­iche Ernährung
  • unge­sunde Lebensweise

 

Heutzu­tage hat das fast jed­er Erwach­sene.

Ader­lässe sind mit­tler­weile nahezu voll­ständig aus der mod­er­nen Medi­zin ver­schwun­den. Nun ther­a­piert man, z. B. Bluthochdruck, mit Medika­menten. Wenn bei solchen Krankheit­en das Blut und seine Fließeigen­schaft jedoch nicht betra­chtet wer­den, kön­nen Fol­geerkrankun­gen in Erschei­n­ung treten, wie z. B. Alzheimer, Parkin­son, Demenz oder gar ein Schla­gan­fall.

 

Zahlre­iche Krankheit­en wer­den von der Fließeigen­schaft des Blutes entschei­dend bee­in­flusst!

 

Ein wichtiger Indika­tor im Blut­bild ist der soge­nan­nte Häma­tokritwert. Dieser ist eine prozen­tuale Angabe und zeigt die fes­ten Bestandteile im Gegen­satz zu den flüs­si­gen Bestandteilen  im Blut an. Umso höher die Prozentzahl ist, desto fließun­fähiger bzw. zäher wird das Blut. Wenn das Blut sehr zäh ist, braucht es länger zu zirkulieren und das führt zu “Ein­lauf-Schmerzen”. Das bedeutet, Schmerzen treten auf sobald man begin­nt sich zu bewe­gen, z. B. bei der Mor­gen­steifigkeit. Erst nach ein paar Schrit­ten fühlen sich die Bewe­gun­gen “fließen­der”.

 

Eine Studie der Uni­ver­sität Inns­bruck: Men­schen, die 2x im Jahr einen Ader­lass von je 250 ml durch­führen lassen, erlei­den sig­nifikant weniger Herz­in­fark­te und Schla­gan­fälle.

 

Vor­sicht, liebe Blut­spender!

Blut­spenden ist eine sin­nvolle Maß­nahme, jedoch sind 500 ml Blut, die ent­nom­men wer­den, für jeden Organ­is­mus zu viel. Durch regelmäßiges Blut­spenden kommt es zu ein­er Anpas­sungsreak­tion des Kör­pers, ähn­lich wie bei Sportlern. Wenn dem Kör­p­er diese Blut­men­gen zu schnell ent­zo­gen wer­den, kommt es zu ein­er Kom­pen­sa­tion­sreak­tion und das Blut muss sehr schnell vom Kör­p­er nachge­bildet wer­den.

Kommt es zu einem Aus­set­zen der regelmäßi­gen Blut­spende, erhöht sich der Häma­tokritwert, was mit gesund­heitlichen Beein­träch­ti­gun­gen ein­her gehen kann.

 

Menopause

Frauen ver­lieren durch ihre Peri­ode monatlich eine bes­timmte Menge an Blut und durch das Aus­set­zen, kann es ähn­lich wie beim Blut­spenden, zu gesund­heitlichen Beein­träch­ti­gun­gen (z.B. Hitze­wal­lun­gen) führen.

 

Ader­lässe sind bestens bewährt bei:

  • Hyper­tonie
  • Kli­mak­ter­isches Syn­drom mit Hitze­wal­lun­gen
  • Pletho­ra (Blut­fülle)
  • Throm­bose (-nei­gung)
  • Befind­lichkeitsstörun­gen, wie internistisch und neu­rol­o­gisch unerk­lär­lich­er Kopf­druck
  • Chro­nis­ch­er Juck­reiz
  • Schwitzen
  • Aktue Entzün­dun­gen (z.B. Arthri­tis)
  • Cho­lerisches Tem­pera­ment
  • Rezidi­vieren­des Nasen­bluten
  • Schwindel
  • Hörsturz
  • Hoher Häma­tokritwerd (Män­ner: 42 % / Frauen: 40 %)
  • Asth­ma bronchiale
  • Herzin­suf­fizienz
  • Hyper­lipidämie, Hype­r­urikämie
  • Nikotinabusus

 

Durch­führung

Bei einem Ader­lass wird venös­es Blut mit ein­er größeren Kanüe (in der Regel zwis­chen

50 ml — 300 ml) abgenom­men. Die jew­eils ent­nommene Menge und der und der Ort des Ader­lass­es richt­en sich u.a. nach Krankheit, Geschlecht, Kon­sti­tu­tion und Alter des Patien­ten. Es kann sein, dass ein klein­er Adlerass nach einiger Zeit wieder­holt wird.

 

Ziel der Behand­lung

Durch den Ader­lass kommt es in den Gefäßen zu einem Flüs­sigkeitsver­lust, durch das unmit­tel­bar nach­strö­mende Blut wird dis­er jedoch aus­geglichen. Durch die Bewe­gung im Gewebe kön­nen Gift­stoffe nun direkt in das Gefäßsys­tem zur anschließen­den Auss­chei­dung über die entsprechen­den Auss­chei­dung­sor­gande gelan­gen. Es geht primär also um die Ver­ringerung des Blutvol­u­men, um so die Fließgeschwindigkeit in den entsprechen­den Organ­re­gio­nen anzure­gen. Der Kör­p­er wird ange­hal­ten den “Blutver­lust” auszu­gle­ichen, er bildet also neue Blutzellen, diese verbessern den Sauer­stoff­trans­port und verbessern die Immunab­wehr.

 

Anwen­dung, Ther­a­pie- und Diag­nosemöglichkeit­en

Der Ader­lass wird erfahrungs­gemäß angewen­det bei Entzün­dun­gen, Blut­fülle (Pletho­ra), zur Ent­gif­tung sowie Stof­fwech­selverbesserun­gen aber auch zur Beruhi­gung bei lokalen Krämpfen (Koliken), Bluthochdruck, Stau­un­gen, Nei­gung zu Schla­gan­fall oder Herz­in­farkt.

 

Ursachen, Hin­ter­grund und Ein­satz

Der Ader­lass ist eines der ältesten bekan­nten Heil­ver­fahren. In der alten indis­chen Medi­zin wer­den bis zu 700 Gefäße betitelt, die wie eine Art “Kanal­sys­tem” im men­schlichen Kör­p­er ver­laufen und somit den Trans­portweg des Blutes nachvol­lziehbar machen. Die Lehre von den vier Kör­per­säften, das sind Blut, Schleim, Galle und Luft, nahm u.a. der griechis­che Arzt Hip­pokrates (460 v. Chris­tus) auf und kam zu der These, dass eine fehler­hafte Zusam­menset­zung der Kör­per­säfte (Dyskrasie) sowie die Blut­fülle Ursache für Erkrankun­gen sind. Der Ader­lass gehörte zur Heilung, aber auch zur Vor­beu­gung für Hip­pokrates unmit­tel­bar dazu. Der Gynäkologe Bern­hard Aschn­er erforschte um 1920 — 1930 die noch heute gülti­gen und ange­wandten Indika­tion­sstel­lun­gen. Er prägte das mod­erne Ver­ständ­nis vom Ader­lass; dadurch wurde der (Wieder-)eintritt in die Naturheilmedi­zin eröffnet.

 

Gren­zen der Behand­lung

Als Kon­traindika­tion zählt daher unter anderem Blu­tar­mut. Von einem Ader­lass abzu­rat­en sind Patien­ten mit niedrigem Blut­druck und geschwächt­en Patien­ten.

http://www.heilpraktiker.org/aderlass