Natuheilpraxis Christian Beetz

Januar 11, 2019 10:40 am

Blutegel

Wenn oft nichts mehr hil­ft, dann schafft es dieser Win­zling. Blutegel sind in der Medi­zin echte Natur­wun­der — Die Wirk­stoffe, welche der Egel mit seinem Spe­ichel während dem Biss in den Kör­p­er ein­bringt, wur­den schon oft ver­sucht zu kopieren, was bis heute nicht gelun­gen ist.

Früher wur­den Blutegel sehr häu­fig ther­a­peutisch einge­set­zt. Heute wer­den sie haupt­säch­lich in der Naturheilkunde oder wenn die kom­plette Schul­medi­zin mit ihren Meth­o­d­en, auch Oper­a­tio­nen, ver­sagt hat, einge­set­zt.

Die Blutegelther­a­pie eignet sich beson­ders gut bei allen ges­taut­en, durch­blu­tungs- und stof­fwech­selgestörten Prozessen im und am Kör­p­er. Sie wirkt zudem schmer­zlin­dernd, bak­ter­izid, antithrom­bo­tisch, immu­nisierend, lym­phverbessernd und viele mehr.

 

Krankheits­bilder

  • Arthri­tis, Arthrose, Gicht, Bur­si­tis
  • Wirbel­säu­lenbeschw­er­den
  • Prel­lun­gen, Quetschun­gen
  • Hyper­tonie, Hyper­lipidämie
  • erhöhte Häma­tokritwerte
  • Her­pes Zoster
  • Fibromyal­gie
  • Ulcus cruris
  • Koronare Durch­blu­tungsstörun­gen
  • Tin­ni­tus
  • Throm­bose, Varizen, Throm­bophlebitis

Was ist vor der Blutegelther­a­pie zu beacht­en?

  • evtl. bei geplanten Anbissstellen die Behaarung 2 — 3 Tage vorher ent­fer­nen
  • 4 — 5 Tage vor der Behand­lung Gerin­nung­shem­mer (ASS 100/Marcumar etc.) abset­zen
  • kein Par­füm ver­wen­den, v. a. an den Bissstellen
  • evtl. Hand­tuch zum Schutz des Autositzes mit­brin­gen
  • keine helle Klei­dung anziehen
  • bei Anbissstellen im Knöchel­bere­ich geeignete Schuhe ver­wen­den (z. B. Hauss­chuhe, Pnatof­feln)

Die Blutegel­be­hand­lung in der Prax­is

 

Die Bissstellen der Blutegel wer­den sorgfältig aus­gewählt und mit einem hautverträglichen Stift markiert. Die Egel wer­den aus dem Auf­be­wahrungs­ge­fäß genom­men und in prä­pari­erte Spritzen einge­bracht. Diese wer­den dann auf die Markierun­gen aufge­set­zt und evtl. mit Pflaster fest­gek­lebt. Die Blutegel wan­dern in der Spritze herunter und beißen an der für sie vorge­se­henen Stelle an.

Die Saugakt dauert ca. 1 Stunde, weshalb gut 2 Stun­den Behand­lungszeit in der Prax­is einge­plant wer­den sollte. Nach dem Saugakt fall­en die Blutegel von alleine ab, wer­den sofort einge­sam­melt und die Wun­den ver­sorgt.

 

Nach der Blutegel­be­hand­lung

  • den restlichen Tag möglichst keine Belas­tun­gen — entspan­nen!
  • evtl. ab und zu die Beine hoch lagern
  • viel Wass­er trinken
  • evtl. Autositz, Sofa, Bett usw. mit Tüch­ern oder Folie schützen
  • zeit­iges wech­seln der ersten Verbände/Pflaster
  • Verbände/Pflaster auf Durch­nässen prüfen
  • Pflaster abziehen, die Haut vor­sichtig mit Küchen­pa­pi­er leicht reini­gen und ein neues Pflaster anbrin­gen
  • nur dafür vorge­se­hene Pflaster/Verbände ver­wen­den
  • sobald keine Blu­tung mehr stat­tfind­et, keine Pflaster mehr aufk­leben
  • ohne vorherige Absprache keine Salben/Gele etc. auf die Wunde auf­tra­gen
  • die Bis­s­wun­den kön­nen ca. 12 Stun­den nach­bluten, einzelne Stellen, z. B. an den Beinen, etwas länger

Nach ca. 1 Tag

  • bei Juck­reiz nicht kratzen, nach Absprache evtl. Fenis­til Gel oder 0,5 % Kor­ti­son­creme auf die Bissstelle auf­tra­gen
  • Arni­ca D4 — alle 4 Stun­den 5 Glob­u­li auf der Zunge zerge­hen lassen
  • entzün­dete Bissstellen in der Prax­is melden und vorgeschla­ge­nen Ther­a­pie anwen­den (z. B. Quark­wick­el)
  • die Bissstellen nach dem Duschen nur trock­en tupfen
  • Kon­troll­ter­mine in der Prax­is wahrnehmen

Sie wün­schen eine Beratung zur Blutegelther­a­pie? Gerne ste­hen wir Ihnen in der Naturheil­prax­is Beetz zur Ver­fü­gung.