Natuheilpraxis Christian Beetz

Juli 5, 2019 2:37 pm

Bluthochdruck

Ursachen, Selb­sthil­fe und Ther­a­pieange­bote

Hyper­tonie gilt als die am weitesten ver­bre­it­ete ver­mei­d­bare Krankheit der Welt (vgl. WHO Fak­ten­blatt Bluthochdruck — Rah­menkonzept der Europäis­chen Region der WHO “Gesund­heit 2020”)

 

Symp­tome wie leichte Kopf­schmerzen, Sehstörun­gen oder Leis­tungsab­fall kön­nen erste Anze­ichen von Bluthochdruck sein.

Bleiben diese Anze­ichen unbeachtet und der Bluthochdruck unbe­han­delt, kön­nen weit­ere Schä­den am Herzen her­vorgerufen wer­den.

Auch wenn Bluthochdruck sel­ten Schmerzen macht, führt eine natür­liche Behand­lung zu einem gesün­deren Leben und ver­mei­det Folgeschä­den, die z. B. durch Medika­mente her­vorgerufen wer­den kön­nen.

 

Fol­gende Symp­tome kön­nen Fol­gen eines zu hohen Bluthochdrucks sein:

  • Müdigkeit
  • Schweißaus­brüche
  • Übelkeit
  • Angst, Ner­vosität
  • Tin­ni­tus
  • Schwindel­ge­fühl

 

Dabei sind Ursachen des Bluthochdrucks sehr unter­schiedlich:

  • Arte­riosklerose
  • Vit­a­min- und Min­eral­man­gel
  • Bewe­gungs­man­gel
  • Flüs­sigkeits­man­gel
  • Herz-Rhyth­mus-Störung
  • Wirbel- und Band­scheiben­prob­lem
  • Stress
  • Schla­gan­fall
  • Entzün­dun­gen
  • Nieren­prob­leme Übergewicht
  • Zuck­erkrankheit

 

Was ist Bluthochdruck über­haupt genau?

 

Der Blut­druck ist bes­timmt durch den Sys­tolis­chen (ober­er) und Dias­tolis­chen (unter­er) Blutwert, die auf der Anzeige des Blut­druckmess­gerätes zu sehen sind.

Der sys­tolis­che Wert, zeigt den Druck an, der vom Herzen aus­ge­ht. Der dabei erre­ichte max­i­male Druck wird als ober­er Blut­druck­w­ert oder eben auch als sys­tolis­ch­er Wert beze­ich­net.

Der dias­tolis­che Wert hinge­gen beschreibt den beste­hen­den Druck in den Blut­ge­fäßen. Dieser fällt nor­maler­weise langsam ab, bis der näch­ste Blut­stoß aus dem Herzen kommt.

Der dabei erre­ichte niedrig­ste Druck wird als unter­er Wert oder auch als dias­tolis­ch­er Wert beze­ich­net.

 

Kat­e­gorie Sys­tolisch 

(mmHg)

Dias­tolisch

(mmHg)

Nor­mal 120 80
Hochnor­mal 140 90
Beginn Hyper­tonie >140 >90

 

Nicht nur die Höhe der einzel­nen Werte ist zu beacht­en, son­dern auch die Dif­ferenz der bei­den Werte:

 

                 140 mmHg Sys­tolis­ch­er Wert
-                  90 mmHg Dias­tolis­ch­er Wert
=                 50 mmHg Dif­ferenz

 

Die errech­nete Dif­ferenz sagt aus, wieviel Kraft aufgewen­det wer­den muss, um das Blut durch die Gefäße zu pumpen (periph­er­er Gefäßwider­stand). Eine Veren­gung der Gefäßweite kann schuld sein, dass das Herz mehr Kraft aufwen­det um das Blut durch die Gefäße zu führen. Somit steigt der Dif­feren­zw­ert enorm.

Möglicher­weise kön­nen ver­stopfte Gefäße oder Medika­mente schuld an ein­er zu hohen Vorschubkraft sein.

Ist die Dif­ferenz zu hoch, kön­nen weit­ere Diag­no­sev­er­fahren ein­geleit­et wer­den um ein erhöht­es Risiko für Herz­in­farkt oder Schla­gan­fall auszuschließen.

Die Beschaf­fen­heit der Blut­ge­fäße kann durch Bewe­gun­gen und Stress­man­age­ment pos­i­tiv bee­in­flusst wer­den.

 

Richtiges Messen des Blut­drucks ist wichtig!

Jet­zt messen wir schnell noch den Blut­druck” — und schon pumpt der Arzt die Man­schette am linken Arm auf. Unter Stress gemessene Blut­druck­w­erte oft falsch. Wenn man gehet­zt die Arzt­prax­is erre­icht, hat man meist schon einen höheren Blut­druck. Deshalb sollte man eine 5-minütige Ruhep­hase ein­hal­ten, bevor man mit dem Blut­druckmessen begin­nt.

Im Ide­al­fall wird ein Ober­ar­mmess­gerät genutzt, hier wird die Man­schette in Herzhöhe jew­eils an bei­den Armen angelegt.

Für ver­gle­ich­bare Mess­werte sollte langfristig immer das­selbe Blut­druckmess­gerät ver­wen­det wer­den.

Eine regelmäßige Kon­trolle der Blut­druck­w­erte ist uner­lässlich, um einen Bluthochdruck auss­chließen zu kön­nen. Durch Ein­tra­gun­gen der Werte des recht­en und linken Arms hat man einen Überblick über die Entwick­lung der Blut­druck­w­erte und somit des Blut­drucks.

 

Was kann ich selb­st tun?

Mit einem pos­i­tiv­en Lebenswan­del kann der zu hohe Blut­druck wieder in nor­mal­isiert wer­den. Wesentliche Fak­toren, die man selb­st bee­in­flussen kann, tra­gen zu einem gesun­den Blut­druck bei.

 

Begin­nen Sie mit ein­fachen Schrit­ten:

  • Bewege ich mich aus­re­ichend?
  • Achte ich auf eine aus­ge­wo­gene Ernährung?
  • Wie reagiere ich auf Stress im All­t­ag?
  • Welche Men­gen Alko­hol verträgt mein Kör­p­er?

 

Aus­ge­wo­gene Ernährung: Durch die richtige Ernährung kann man seinem Blut­druck langfristig etwas Gutes tun. Schon das Reduzieren von Pro­duk­ten mit hohem Fet­tan­teil, aber auch Zuck­er und Geschmacksver­stärk­er wie z. B. Fast­food oder Süßigkeit­en, reduzieren die Gefahr eine hohen Blut­drucks.

Auch Kof­fein als Genuss­mit­tel sollte nicht in großen Men­gen zu sich genom­men wer­den, da Gefäßs­pan­nun­gen kün­stlich bee­in­flusst wer­den und sich nicht mehr selb­st reg­ulieren kön­nen.

Der Kon­sum von tierischem Eiweiß sollte bei Bluthochdruck eben­falls eingeschränkt wer­den.

Auch der Natri­umge­halt im Salz hat Ein­wirkun­gen auf unseren Blut­druck. Je mehr Salz im Kör­p­er ist, desto höher muss auch der ver­füg­bare Flüs­sigkeit­san­teil sein, da das Salz den Zellen Wass­er entzieht. Pro­duk­te mit einem hohen Salzge­halt soll­ten öfters gemieden wer­den, das sind z. B. Käse, Fleisch- und Wurst­waren. Auch Fer­tig­pro­duk­te enthal­ten in der Regel viel Salz um den Geschmack zu fördern. Da der Flüs­sigkeit­shaushalt von den Nieren ges­teuert wird, sollte man viel trinken, um die Nieren­funk­tion zu stärken und Natri­um auszuleit­en.

Kochen Sie öfter mit frischen Pro­duk­ten und ver­wen­den Sie als Salz­er­satz Gewürze wie Pfef­fer, Knoblauch oder frische Kräuter, z . B. Peter­silie, Schnit­t­lauch, Bär­lauch oder Basi­likum. So schmeckt Ihr Essen leck­er und ist gesün­der. Hier hat Knoblauch die größte Wirkungskraft für einen gesun­den Blut­druck.

Aller Anfang ist schw­er, aber wenn nötig, kann eine scho­nende Gewichtsab­nahme erstaunlich Erfolge brin­gen.

Wenn Sie sich gesund ernähren, ver­helfen Sie gle­ichzeit­ig Ihrem Kör­p­er zu einem Nor­mal­gewicht, was sich wiederum pos­i­tiv auf den Bluthochdruck auswirkt. Fol­glich lässt das den Blut­druck sinken, da das Herz weniger leis­ten muss (beim Blut­trans­port durch den Kör­p­er).

Wenn Sie sich süße und fet­tige Speisen nur ab und an gön­nen, sinkt auch Ihr Gewicht — und davon prof­i­tiert der Blut­druck! Pro Kilo­gramm Gewichtsab­nahme erre­ichen Sie schon eine Änderung von ca. 1mmHg Ihres Blut­druck­w­ertes.

 

Bewe­gung für die Gesund­heit

Die Inten­sität von sportlichen Aktiv­itäten hängt von Ihrem Krankheits­bild ab und sollte mit dem Arzt besprochen wer­den. Im Grunde sollte die Bewe­gung so gewählt sein, dass sie mit möglicht wenig Druckar­beit für den Herz­muskel ein­herge­ht.

Hier bieten sich das Gehen, Laufen und Rad­fahren auf ein­er Ebene an.

So erk­lärt auch Clau­dia Beuer­le, zer­ti­fizierte Sport- und Bewe­gungs­ther­a­peutin im Akti­fit­ness e. V. in Haß­furt: “Durch die mod­er­at­en regelmäßi­gen Bewe­gun­gen bei leicht­en Aus­dauer­sport ist die Belas­tung für den Herz­muskel scho­nen­der als bei Kraft­sport.”